[Rezension] Annika Fechner - Ein Mädchen, das Beerdigungen sammelt und ein Mann der niemals schläft



Autorin: Annika Fechner
Verlag: hansanord 
ISBN: 978-3-940873-93-4
Preis: € 9,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 195

Meine Wertung: 4 Federn

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Klappentext

Ferdinand würde gerne schlafen, aber er kann nicht.
Eva könnte schlafen, aber sie hat Angst.
Und Melissa ist auf der Suche nach der perfekten Beerdigung.

Auf den ersten Blick ist Ferdinand Schmelzer ein ganz normaler gepflegter und sportlicher Mittvierziger - und er ist sehr, sehr müde. Denn Ferdinand plagt ein Leiden, auf das bisher noch kein Arzt eine Antwort weiß: Seit frühester Jugend kann er nicht schlafen. Lediglich kurze Ruhephasen - von ihm selbst „silentium“ getauft ­ - sind ihm vergönnt. Seit er herausgefunden hat, dass diese am ehesten gelingen, wenn er sich auf Reisen die Geschichten anderer Menschen anhört, verbringt er viel Zeit in Zügen. So lernt er auch die 16jährige Melissa kennen, ebenfalls viel unterwegs ist -  aus einem abenteuerlichen Grund: Sie sammelt Beerdigungen.

Zwischen den beiden ungleichen Außenseitern entwickelt sich behutsam eine Freundschaft, in deren Verlauf Melissa ihm von ihrer todkranken Mutter Eva erzählt …

Erster Satz

"Er heißt Urs und stammt aus der Schweiz, genauer aus Bern."

Inhalt

Ferdinand leidet seit langen unter Schlaflosigkeit. Kein Arzt konnte ihm bisher helfen. Inzwischen hat er herausgefunden, das er etwas wegdämmern  kann, wenn er mit dem Zug unterwegs ist und sich von verschiedenen Fahrgästen, ihre Geschichte erzählen läßt. Auf einer dieser Fahrt lernt er das Mädchen Melissa kennen, die unterwegs zu einer Beerdigung ist...

Meine Meinung

Ein wunderschöner Roman.

Drei sehr unterschiedliche Personen und ihre Geschichten. Ferdinand leidet unter Schlaflosigkeit und schafft es höchstens, mal "wegzudämmern". Melissa besucht immer Beerdigung um herauszufinden, was eine Beerdigung besonders macht, was gut und was schlecht ist. Und Eva, ihre Mutter, leidet an einen unheilbaren Tumor.

Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten gehabt beim lesen. Ferdinand berichtete sehr ausführlich über seine Schlaflosigkeit, was er dagegen unternommen hatte usw. Das war nicht uninteressant, aber das zog sich. Nachdem Melissa hinzu kam, las sich das Buch leichter. Zwischen den Beiden entsteht eine Freundschaft, zu der später noch Melissa Mutter hinzukommt.

Die Geschichte war mal was ganz anderes. Gut geschrieben, sie liest sich flüssig weg und die Charaktere sind sehr sympathisch. Man leidet mit Ferdinand, Melissa und Eva. Und wie es endet, ahnt man sehr schnell.

Fazit

Ein wunderschöner Roman.
Wenn man den Anfang überstanden hat, wird man das Buch sehr, sehr mögen.:)


 Vielen lieben Dank an Verlag hansanord für das Rezensionsexemplar.

Liebe Grüße, Sabrina

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