[Rezension] Atiq Rahimi - Verflucht sei Dostojewski




Autor: Atiq Rahimi
Verlag: List
ISBN: 978-3-548-61163-1
Preis: € 9,99 [D]
Einband:Taschenbuch
Seitenanzahl: 285
Meine Wertung: 4 Federn

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Klappentext

Im Namen des menschlichen Gewissens

In Kabul tötet ein verarmter junger Mann eine alte Frau. Niemand vermisst die Wucherin, und doch wird der ehemalige Jurastudent von seinem Gewissen verfolgt. Im Land der Taliban wird allerdings niemand mehr für den Mord an einer Frau zur Rechenschaft gezogen. Stumm vor Verzweiflung irrt er durch die Stadt, auf der Suche nach einem Richter, der ihn von seiner seelischen Qual befreit.

Erster Satz

"Als Rassul das Beil hebt, um es der alten Frau auf den Kopf zu schlagen, schießt ihm plötzlich die Geschichte von `Verbrechen und Strafe´ in den Sinn."
Inhalt

Rassul tötet eine Frau Namens nana Alia, doch bevor er sie auch noch bestehlen kann, wird er von einer Frau gestört und flieht. Am nächsten Tag weiß niemand von ihrem Tod, in ihrem Haus wurde alles sauber gemacht und er selber hat seine Stimme verloren...

Meine Meinung

Ich habe "Versprechen & Strafe"  (mir immer noch besser als "Schuld & Sühne"  bekannt) von Dostojewski nie gelesen, daher kann ich nichts dazu sagen, inwiefern diese Geschichte der von Dostojewski gleicht bzw. aufweicht. Aber ich mag die Bücher von Atiq Rahimi und habe alle anderen bis jetzt gelesen. Dieses fehlte mir noch. :)

Rassul wird von Gewissenbissen geplagt, nachdem er eine alte Frau getötet. Zwischen Traum und Wirklichkeit irrt er in Kabul umher und versucht zu verstehen, warum niemand etwas davon wissen will, das die alte Frau tot ist.

Afghanistan, hier Kabul, ist ein Ort, den ich selten beim lesen besuche. Es ist auch kein Land, das ganz oben auf meiner Wunschliste steht. Ständig detoniert etwas, Menschen sterben, werden ermordet, es passiert nichts und dann noch die Gesetze.

Etwas anstrengend zu lesen war das Buch, da Rassul eine zeitlang seine Stimme verliert. Er war da auch so neben der Spur. Kaum einer hat verstanden, das er nicht mehr sprechen kann, einige fühlten sich beleidigt. Aber er nahm auch selten einen Stift oder Papier in die Hand um seinen Gegenüber darüber aufzuklären.

Fazit

Auch ohne "Verbrechen & Strafe" zu kennen, kann man dieses Buch gut lesen. Rassul ist ein interessanter Charakter und gegen Ende wird es nochmal richtig spannend.


 Vielen Dank an Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar.

Liebe Grüße, Sabrina

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