[Rezension] Erna Sassen - Komm mir nicht zu nah

Klappentext: 

Wenn mitten in der Nacht das Telefon klingelt, ist hundertprozentig Reva dran. Und Marjolein ist wieder einmal hauptsächlich als Echo gefragt. (Fast) alles, was sie zu den Problemen ihrer jüngeren Schwester sagen kann, wird als Bestätigung des Negativen verbucht. Und Probleme hat Reva mehr als genug: mit dem Essen, mit ihrem Verhältnis zu Männern und an der Schauspielschule. Ist sie überhaupt jemand, wenn niemand sie sieht? Wie kann sie ihren Hunger nach Leben befriedigen?

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Erster Satz: "`Ich brauche ein neues Gebiss.´"

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Mar bekommt fast jede Nacht von ihrer Schwester Reva einen Anruf. Immer geht es um irgendwelche Probleme die sie gerade hat. Aktuell darum, das sie ein neues Gebiss braucht. Weil sich sich immer übergibt und gleich danach die Zähne putzt, sind diese jetzt so dünn, das grelles Theaterlicht durch sie hindurchleuchtet...

Meine Meinung

Ich bin nicht so ganz sicher, was ich von dem Buch halten soll.

Mar erzählt uns von ihrer Schwester, den ganzen Anrufen, Probleme usw. Es geht nur um ihre Schwester. Mar versucht loszukommen und nicht immer zu springen, wenn diese sie ruft, besonders in der Zeit, wo Reva in der Klinik ist. Das ist aber gar nicht so leicht.

Die Beziehung zwischen den beiden Schwestern ist sehr eng, fast schon zu eng. Ich glaube nicht, dass das auf Dauer so gut ist. Mar hat einen Freund, der das sehr gut akzeptiert, wenn sie mal wieder verschwindet, weil ihre Schwester ein Problem hat. Aber wie lange mag das gut gehen?

Reva ist alleine, sie hat keinen Freund. Sie hat auch nur etwas mit Männer, die ihr nicht guttun. Wenn einer nett ist und sich in sie verliebt, ignoriert sie ihn.

Von anderen Leuten erfährt man auch wenig im Buch. Außer Mar´s Freund und ein Mitbewohner von Reva, werden nicht mal die Namen erwähnt. Nur mit Anfangsbuchstaben abgekürzt.

Ich hatte am Ende auch nicht das Gefühl, das sich irgendetwas geändert hatte. Ich bin so schlau wie vorher, habe nur einen kurzen Einblick in das Leben von Mar und Reva bekommen. Zumindest hat Reva sich nicht mehr übergeben. :)

Fazit
Schwieriges Thema.
Am besten selber lesen und sich dann eine Meinung dazu bilden.

Zitat, Seite 72:
"Wie ein Buch seine Existenzberechtigung von der Tatsache herleitet, dass es gelesen wird, und eine Theatervorstellung dank des Publikums existiert, das sie sich ansieht, so habe ich das Gefühl, nur dann ein Teil der Welt zu sein, wenn ich einen Zeugen dafür habe. Jemanden, der, wenn es nötig ist, zu mir sagen kann: `Aber ja, ich habe dich gesehen, dich gibt es auch!´"
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Autorin: Erna Sassen | Verlag: Freies Geistesleben | ISBN: 978-3-7725-2862-0 | Seiten: 174 | Preis: 18,90€ [D]
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Vielen lieben Dank an den Verlag Freies Geistesleben für das Rezensionsexemplar!
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