[Rezension] Martin Lassberg - Steinroller

Klappentext: 
Ein ziemlich platt gedrückter Mensch liegt im Gras. Zertreten von einem Mammut? Sieht nicht so aus. Ermordet? Schon eher. Der erste Fall für den jungen Kommissar Steinroller hat es in sich. Zum Glück hat ihn irgendein Darwinistischer Zufall mit ziemlich viel Grips ausgestattet. In einer Welt, in der Konflikte immer noch mit der Keule ausgetragen werden, eher ein Problem. Aber nützlich, wenn man eine Frau liebt, die Intelligenz erotisch findet. Und wenn man herausfinden will, wer den eigenen Stamm bedroht. Auf der Jagd nach dem Täter macht Kommissar Steinroller seinem Namen alle Ehre und vollbringt nebenbei eine historische Tat: die Aufklärung des ersten Mordfalls der Menschheitsgeschichte.

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Erster Satz: "Wenn ein nackter toter Jäger, den man im Sumpfgras findet, ganz fürchterlich zerquetscht aussieht, ist meistens nur ein wütendes Mammut über ihn hinweggetrampelt."

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Steinroller, eigentlich Höhlenmaler, sozusagen der Künstler der Sippe, stolpert über die Leiche von seinem Vetter Taamu, der plattgemacht wurde. Die Frage ist nur wie? Es ist kein Blut da, also muss der Mord woanders geschehen sein. Außerdem ist Taamus Lederbeutel, der er immer trägt, verschwunden. Somit ist sich Steinroller sicher, Taamu wurde heimtückisch ermordet. Etwas was schon seit Generationen nicht gegeben hatte.

Er überredet Felsschmetterer, dem Stammesanführer, welcher auch gleichzeitig sein Vater ist, das er nach dem Mörder suchen darf. Er ernennt ihn zum "Kommissar" und gibt ihn Weichhaar zur Frau. Er bekommt noch einen "Assistenten", den Fischer Otterfang, und schon beginnt die erste Mordermittlung der Menschheit...

Meine Meinung

Auf Arbeit bin ich im Verlagsprospekt über dieses Buch gestolpert. Zuerst fiel mir das Cover ins Auge, an dem Mammut kam ich nicht vorbei, und dann über den Zusatz "Der Steinzeit-Kommissar". Das klang einfach mal nach einem Krimi der etwas anderen Art.

Der Autor hatte echt gute Ideen, wie er "moderne Sachen" in die Steinzeit einbauen kann. Die Benutzhütte zum Beispiel, ist dem heutigen Flohmarkt etwa gleichzusetzen, nur das man da noch nicht mit Geld bezahlt hat, sondern einfach benutzte Sachen gegen andere benutze Sachen eintauschte.

Steinroller, Künstler und zuständig für die Höhlenmalerei, stürzt sich mit Feiereifer in die Mordermittlung. Er kommt immer wieder auf neue Ideen, wie man die Ermittlungen optimieren kann, wie man einen Verdächtigen richtig umzingelt, um ihn gefangen zu nehmen. Oder wie und wo man ihn verhört, auch wenn der eine ausgewählte Ort etwas unglücklich gewählt war.

Auch muss er sich immer mit der Unverständnis seiner Mitmenschen herumschlagen, da die meisten noch nicht auf seinen Niveau denken und oftmals seine Gedankengänge einfach nicht folgen können.

Seine Frau Weichhaar ist eine Erfinderin und passt sehr gut zu ihm. Mit Hilfe ihrer Erfindungen und Entdeckungen (Pinzette, Taschenmesser, Durchblickstein (Fernrohr/Lupe) usw.) machen sie sich gemeinsam auf die Jagd nach dem Mörder von Taamu.

Die anderen Personen der Sippe sind auch interessant.  Zum Beispiel Pilu, der kleine Lendenschurzmacher mit dem Warzenschwein, der immer nach Flieder riecht, nach hinten gekämmte Haare trägt und eindeutig nichts mit Frauen anfangen kann. :)

Der Kriminalfall machte Spaß und es gab viele interessante Erfindungen. Der Humor war zwar nicht immer meins, aber ich las das Buch gerne und bin auch an einem eventuellen zweiten Fall mit Kommissar Steinroller nicht abgeneigt. :)

Fazit
Ein Krimi der anderen Art. Macht Spaß!

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Vielen lieben Dank an den Piper Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar! 
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http://www.amazon.de/Wolkenfisch-oder-Theas-Lisa-Weichart/dp/3942181479/ref=sr_1_1_bnp_1_har?ie=UTF8&qid=1396257627&sr=8-1&keywords=wolkenfisch
Autor: Martin Lassberg | Verlag: Piper Verlag | ISBN: 978-3-492-97338-0 | Seiten: 239 | Preis: 9,99€ [D]
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1 Kommentar:

  1. Wie muss ich mir den Humor vorstellen? Bin noch hin- und hergerissen! LG Verena

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