[Rezension] Jo McMillan - Paradise Ost

Klappentext: 


"Ich hatte nicht erwartet, dass die Berliner Mauer sauber und weiß und glatt sein würde. Sie sah mehr wie die Einfassung eines Schwimmbads aus als die Grenze zum Kalten Krieg. Auf dem Gras des Niemandslandes hoppelten dicke Kaninchen herum und fraßen, als würde niemand sie je jagen, und nichts könnte sie aus der Ruhe bringen. Das war ihr Gebiet, hier herrschten sie. Berlin bestand aus drei teilen: Ost, West und Kaninchenland."



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Erster Satz: "Es war noch nie leicht, einer Stadt wie Tamworth den Sozialismus zu verkaufen."

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In den siebziger Jahren lebt Jess mit ihre Mutter Eleanor in Tamworth, einen kleinen Ort in England. Jeden Samstag verkaufen sie in der Einkaufspassage Middle Entry den Morning Star. Eines Tages bekommt ihre Mutter die Chance, den Sommer in der DDR zu verbringen. Dort gibt es Weiterbildungskurse für die Englisch- bzw. Französischlehrer und ein Englischlehrer ist ausgefallen. Als Ersatz kommt ihre Mutter ins Spiel und Jess darf mit...

Meine Meinung

Irgendwie hatte ich etwas anderes erwartet.

Seitdem ich zum ersten Mal die Ankündigung dazu las, war ich sehr gespannt auf dieses Buch gewesen. Bin ich doch selber in der DDR aufgewachsen (zumindest die ersten neun Jahre lang, dann kam ja die Wende) dadurch hatte es mich sehr interessiert, was zwei Engländerinnen dazu bringen könnte, die DDR als Paradies anzusehen. :)

Jess erzählt uns die Geschichte. Sie beginnt mit ihren dreizehnten Lebensjahr und endet sechs Jahre später. Jess, die am Anfang die Meinung ihrer Mutter vertritt, sieht das am Ende des Buches anders. Während ihre Mutter wirklich in die DDR auswandert, bleibt Jess in England. Allerdings kam mir der Umschwung von Jess zu plötzlich. Die ganze Zeit vertrat sie die Meinung ihrer Mutter und wollte sogar in die DDR abhauen und dann auf einmal nicht mehr.

Mir fehlte irgendwie der Moment, wo Jess das System des Sozialismus hinterfragte. Vielleicht habe ich das überlesen, keine Ahnung, aber irgendwie hatte ich das nicht ganz mitbekommen, das Jess auf einmal andere Meinung war wie sie.

Ich kam auch mit Jess allgemein nicht klar. Durch die ganzen Ansichten ihrer Mutter, war sie ein ziemlicher Außenseiter in der Schule. Von den Noten her, stand sie immer gerade so, das sie nicht sitzen bleibt. Die ganze Sache mit der YCL (Young Communist League), der sie beitritt, war sehr merkwürdig und auch was die Körperpflege betrifft, kam ich mit ihr nicht klar.

Die Geschichte an sich ist gut geschrieben. Es wird auch nicht langweilig, aber ich hatte mir das Ganze leider anders vorgestellt.

Fazit
Ganz nett, aber mich konnte es nicht überzeugen.

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 Vielen lieben Dank an den Ullstein Verlag für das Rezensionsexemplar.
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Autor: Jo McMillan | Verlag: Ullstein | ISBN: 978-3-550-08107-1 | Seiten: 352 | Preis: 20,00€ [D]
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