[Rezension] Robert Seethaler - Ein ganzes Leben





Klappentext: 

Ein Dorf in den Alpen, ein Alltag voller Entbehrungen, das Staunen über die Momente des Glücks - die Geschichte eines Lebens.







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Erster Satz: "An einem Februarmorgen des Jahres neunzehnhundertdreiunddreißig hab Andreas Egger den sterbenden Ziegenhirten Johannes Kalischka, der von den Talbewohnern nur der Hörnerhannes gerufen wurde, von seinem stark durchfeuchten und etwas säuerlich riechenden Strohsack, um ihn über den drei Kilometer langen und unter einer dicken Schneeschicht begrabenen Bergpfad ins Dorf hinunterzutragen."

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Mit etwa vier Jahren kommt Andreas Egger zu entfernten Verwandten ins Tal, zu den Kranstockers. Der alte Kranzstocker prügelte ihn oft und einmal brach er ihm dabei den Oberschenkelknochen, weshalb Egger für den Rest seines Lebens hinken muss. Als Erwachsener fängt er dann bei der Firma an, die die ersten Seilbahnen baut und lernt Marie kennen, in die er sich verliebt...

Meine Meinung

Ein wundervoller Roman.

Ein ganzes Leben in 185 Seiten gepackt. Am Anfang klingt das erstmal nach sehr wenig, ich war etwas skeptisch, aber es brauchte nicht viele Seiten, um mich davon zu überzeugen. 185 Seiten können sehr viel sein!

Schnörkellos lässt uns der Autor Seethaler an dem Leben von Andreas Egger teilhaben. Er ist ein einfacher Mann, der zwar ein schlichtes, aber dennoch schweres Leben führt. Egger hatte eine schwierige Kindheit, er redet nicht viel, arbeitet dafür sehr hart, verliebt sich, wird gefangenen genommen, kommt frei uns muss sich wieder Arbeit suchen.

Aber trotz seiner Schicksalsschläge und Entbehrungen die sein Leben so mit sich brachten, ist Egger am Ende mit sich und seinen Leben zufrieden.
Und zwar genau so wie es war.
Zitat, Seite 176:
"[...]auf sein Leben, konnte er ohne Bedauern zurückblicken, mit einem abgerissenen Lachen und einem einzigen, großen Staunen."
Das kann man nur bewundern. Ich denke mal, das kann nicht jeder von sich behaupten. Besonders in der heutigen Zeit, wo so viele so viel wollen und wenn es dann nicht klappt, ist alles schlecht. So was wäre Egger nie in den Sinn gekommen. Er hat das Leben so genommen, wie es kam, und wenn es ihm Steine in den Weg warf, suchte er sich einen neuen Weg, ohne sich zu beklagen.

Sehr schön fand ich übrigens den Heiratsantrag. Ich verrate aber nichts dazu. Wer das wissen will, muss das Buch lesen. *gg*

Fazit
Ein wundervoller Roman!

Zitat, Seite 57:
"Man kann einem Mann seine Stunden abkaufen, man kann ihm seine Tage rauben. Aber niemand kann einem Mann auch nur einen einzigen Augenblick nehmen."
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 Vielen lieben Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.
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Autor: Robert Seethaler | Verlag: Goldman | ISBN: 978-3-442-48291-7 | Seiten: 185 | Preis: 9,99€ [D]
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