[Rezension] Benedict Wells - Vom Ende der Einsamkeit

Klappentext: 

"Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind: Man weiß nie, wann er zuschlagen wird."

Jules und seine beiden Geschwister Marty und Liz sind grundverschieden, doch ein tragisches Ereignis prägt alle drei: Behütet aufgewachsen, haben sie als Kinder ihre Eltern durch einen Unfall verloren. Obwohl sie auf dasselbe Internat kommen, geht jeder seinen eigenen Weg, sie werden sich fremd und verlieren einander aus den Augen.
Vor allem der einst so selbstbewusste Jules zieht sich immer mehr in seine Traumwelten zurück. Nur mit der geheimnisvollen Alva schließt er Freundschaft, doch erst Jahre später wird er begreifen, was sie ihm bedeutet - und was sie ihm immer verschwiegen hat.
Als Erwachsener begegnet er Alva wieder. Es sieht so aus, als könnten sie die verlorene Zeit zurückgewinnen, doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein.

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Erster Satz: "Ich kenne den Tod schon lange, doch jetzt kennt der Tod auch mich."

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Jules und seine zwei Geschwister verlieren bei einem Autounfall ihre Eltern. Sie haben zwar noch eine Tante, kommen aber in einem Internat. Sie entfernen sich immer mehr voneinander. Während Jules sich mit einem Mädchen aus dem Dorf, Alva, anfreundet, flüchtet sich seine Schwester in Drogen und Männer und sein Bruder sitzt nur vor dem PC...

Meine Meinung

Ein wunderschönes Buch!!

Ich hatte von diesem Autor schon "Becks letzter Sommer" und "Fast genial" gelesen und war absolut begeistert gewesen und somit stellte sich mir die Frage gar nicht, ob ich sein neuestes Werk lesen werde oder nicht. Ich hatte auch Glück und gewann es bei vorablesen.de - wenn das nicht geklappt hätte, hätte ich es mir gekauft. :)

Jules, der jüngste der drei Geschwister, erzählt uns die Geschichte. Sie beginnt als er schon um die vierzig ist und ein Motorradunfall überlebt hat. In Rückblicken erzählt er uns dann seine Geschichte. Von dem letzten gemeinsamen Urlaub mit den Eltern, über seine letzten Worte, die er zu seinem Vater sagte und nie wieder zurücknehmen kann und womit er bis zu seinem Tode auch leben muss:

Zitat, Seite: 
"Ich habe später dem `Ich hasse dich´ nie mehr etwas hinzufügen können, und so blieb es das Letzte, was ich meinem Vater vor seinem Tod sagte."

Über den Unfall, die Zeit im Internat, wie Alva kennen lernt und verliert und über die Geschwister, die sich so gegensätzlich entwickeln / auseinander leben, aber trotzdem nie richtig den Kontakt verlieren.

Es ist die Geschichte von drei Geschwistern, die sich am Anfang sehr nahe stehen, aber nach dem Unfall der Eltern sich zueinander entfernen. Anstatt gemeinsam zu trauen, macht das jeder für sich aus und trauert anders. Aber trotz allen finden sie sich immer wieder und sind füreinander da.

Ebenso ist es die Geschichte einer großen Liebe, die erst spät Erfüllung findet.

Der Autor hat es wieder einmal geschafft mich in seinem Bann zu ziehen und an sein Buch zu fesseln. So geht es mir jedesmal: Ich fange an zu lesen, tauchte ab in seine Welt und wenn ich wieder in der Realität ankomme, ist es draußen dunkel und das Buch ist ausgelesen.*seufz*

Fazit
Wunderschön!!
Traurig, aber wunder-, wunderschön!!

Zitat, Seite :
"Wir sind von Geburt an auf der Titanic. [...] Wir gehen unter, wir werden das hier nicht überleben, das ist bereits entschieden. Nichts kann das ändern. Aber wir können wählen, ob wir schreiend und panisch umherlaufen oder ob wir wie die Musiker sind, die tapfer und in Würde weiterspielen, obwohl das Schiff versinkt."
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 Vielen Dank an vorablesen.de für das Rezensionsexemplar.
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Autor: Benedict Wells | Verlag: Diogenes | ISBN: 978-3-257-86285-0 | Seiten: 357 | Preis: 22,00€ [D]
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