[Rezension] Nadin Hardwiger - Lucindarella

Klappentext: 
Die Mittzwanzigerin Lucinda Neis, genannt Cinda, fährt anlässlich der siebzigsten Geburtstage ihrer Großeltern auf deren Weingut. Bei ihrer Ankunft spielt sie mit dem Gedanken, das Gaspedal wieder durchzudrücken und zurück nach Hause zu fahren. Denn auf dem Gut leben nicht nur ihre geliebten Großeltern, sondern auch ihre Mutter und ihre beiden Stiefschwestern. Deren Gemeinheiten aus Kindertagen - solide ausgeführt unter den wachsamen Augen ihrer Mutter - reichen von Sekundenkleber in der Zahnpasta bis hin zu heimlich abgeschnittenen Zöpfen.

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Erster Satz: "Es war einmal zu unserer Zeit, in einem kleinen Städtchen an der Mosel, da lebte eine Winzerfamilie."

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Cinda reist zum 70. Geburtstag ihrer Großeltern an. Die Feier findet auf deren Weingut statt. Doch kaum ist sie da, wird sie von ihrer Mutter und ihren zwei Stiefschwestern in Beschlag genommen. So soll deren Ballkleider fertig schneidern. Ihre Großeltern sieht sie erstmal gar nicht und bekommt nur zu hören nur, das ihr Opa krank ist und sie immer zu Arztterminen müssen...

Meine Meinung

Ich liebe Märchen und wenn diese auf modern gemacht sind umso besser.

Bei diesem hier hat mich das Cover sofort angesprochen. Gefiel mir sehr gut und nachdem lesen des Buches weiß ich jetzt auch, das es nicht nur gut aussieht, sondern auch sehr passend zum Buch ist. :)

Das Buch ist in zwölf Kapitel eingeteilt. Zwölf Kapitel, da das Wort Aschenputtel  zwölf Buchstaben hat. Jeder Buchstabe hat somit sein eigenes Kapitel bekommen und steht für ein anderes Wort (A wie Ankunft, S wie Staub, H wie Hilfe usw.) Die Idee fand ich sehr, sehr schön und die Wörter sind in den jeweiligen Kapitel wirklich gut umgesetzt.

Die Personen dieser Aschenputtel-Geschichte sind alle unschwer zu erkennen. Cindarella, genannt Cinda, ist nett & hilfsbereit - zu nett & hilfsbereit, das haben weder ihre Stiefschwester, noch ihre Mutter (hier die leibliche, kleine Abweichung zum Märchen) verdient.

Die drei (Mutter & Stiefschwestern) sind auch auch hervorragend getroffen: Sie sind genauso böse wie im Märchen. Sie behandeln Cinda wie ihre Leibeigene, die nur da ist um deren Bedürfnisse (hier: verschiedene Kleider die noch geschneidert werden müssen) zu erfüllen und sabotieren sie dabei noch, wo sie nur können (Schlafmittel im Kaffee usw.).

Es ist zwar eine moderne Variante von Aschenputtel, aber ich hatte mit Cinda trotzdem so meine Schwierigkeiten. Sie ist erwachsen, Mitte zwanzig und hat ihre eigene Boutique in Berlin. Und trotzdem lässt sich so dermaßen von ihren Stiefschwestern runtermachen und herumkommandieren, als ob sie keinen eigenen Willen hätte. Auch wenn das so ist in diesem Märchen ist, konnte ich Cindas Reaktionen nicht mehr verstehen und nachvollziehen.

Fazit
Kurzweiliger Spaß für Märchen-Fans!



Es war einmal... war gestern
Band 1: Lucindarella
Band 2: Viktorias Kuss

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 Vielen lieben Dank an Lovelybooks und dp Digital Publishers für das Rezensionsexemplar.
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Autorin: Nadin Hardwiger  | Verlag: dp Digital Publishers | ISBN: 9783945298107 | Seiten: 81 | Preis: 2,49€ [D]
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