[Rezension] Cynthia Hand - Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks

Klappentext:  

Es war der zwanzigste Dezember. Hinter mir lagen genau sechs Monate mit Steven. 183 Tage voller Glück, bevor die Gleichung sich änderte. Unwiderruflich. 

Glück? Ich glaube weder an die Romantik noch an so etwas wie Glück. Ich kann ausrechnen, wie weit Paris von hier entfernt ist, aber wie fern das Glück ist? Seit Tyler tot ist, galaxienweit weg. Meine Eltern sind in Trauer, meine Freunde wissen nicht, wie sie mit mir umgehen sollen, mein Freund ist nicht mehr mein Freund. Aber deshalb gebe ich nicht auf. Ich werde herausfinden, warum Ty gegangen ist, und wieder ein Leben führen. Vielleicht sogar irgendwann ein glückliches.

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Erster Satz: "Erst einmal möchte ich festhalten, dass es nicht Idee war, das hier aufzuschreiben.."

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Vor sechs Wochen hat sich Lex´ Bruder das Leben genommen. Sie versucht damit klar zu kommen, aber sie hat sich von ihren Freunden entfernt, ihre Mutter ist in ihrer Trauer gefangen und jetzt hat ihr  ihr Psychologe vorgeschlagen, die guten Sachen, die sie an Ty erinnert, aufzuschreiben, in der Hoffnung, das sie es so besser verarbeitet.

Meine Meinung

Ein sehr bewegendes Buch über ein nicht ganz einfaches Thema: Wie geht man damit um, wenn der eigene Bruder Selbstmaord begann? Und wie geht das nähere Umfeld mit einem um?

Lexie ging es richtig gut. Sie hatte einen netten, klugen und gutaussehenden Freund, Steven, gute Freunde, einen kleinen Bruder, den sie über alles liebte und liebende Eltern. Okay, seit drei Jahren sind ihre Eltern geschieden, ihr Vater ist zu einer neuen, jüngeren Frau gezogen und seitdem ist das Verhältnis zwischen Vater und Kinder nicht mehr gut, aber sie hatte trotzdem ein gutes Leben und träumte davon, aufs MIT zu gehen. Doch nun hat sich ihr jüngerer Brüder umgebracht. Als Abschiedbrief nur einen Post-it mit "Sorry Mom aber ich war total alle"  hinterlassen. Ihr fällt es schwer damit klar zu kommen. Sie hat sich von Ben getrennt, entfernt sich von ihren Freunden und ist nicht gewillt, ihren Bruder gehen zu lassen.

Das Buch ist eine wahre Fundgrube an tollen Charakteren: Sadie (Lexie Freundin aus Kindheitstagen, welche wieder in ihr Leben tritt), Seth (Sadies Bruder, der Lexie zur Hilfe eilt ohne viele Fragen zu stellen), Steven (der beste Freunde den man haben kann) uva. Davon lebt das Buch und obwohl es traurig und melancholisch ist, hat man gleichzeitig Spaß am lesen.

Richtig gelungen ist auch das Cover. Mit den Klammern und Zahlen im Titel wurde Lexie sehr gut eingefangen. (Ihre Mathematikbegeisterung findet man übrigens im ganzen Buch wieder.)

Und auch wenn der deutsche Titel gewaltig vom englischen abweicht ("The Last Time We Say Goodbye") finde ich ihn sehr passend und man merkt ihm an, das sich darüber viele Gedanken gemacht wurden.

Fazit
Ein sehr bewegendes Buch!


Zitat, Seite 70:
"Mein wacher Geist sagt mir, dass nicht der Hauch einer Chance besteht, dass das, was ich inzwischen schon zwei Mal gesehen habe, real ist. In dem Moment, in dem ich es sehe, scheint es real zu sein. Es fühlt sich real an. Aber es ist nicht real."
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 Vielen Dank an den Verlag HarperCollinsGermany und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar.
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http://www.amazon.de/Wolkenfisch-oder-Theas-Lisa-Weichart/dp/3942181479/ref=sr_1_1_bnp_1_har?ie=UTF8&qid=1396257627&sr=8-1&keywords=wolkenfisch
Autor: Cynthia | Verlag: HarperCollinsGermany | ISBN: 978-3-95967-002-9 | Seiten: 348 | Preis: 16,90€ [D]
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1 Kommentar:

  1. Hallo Sabrina,
    ich habe schon die eine oder andere Rezension dazu gelesen und mir das Buch vermerkt. Ich glaube, es wird Zeit für mich, dies endlich zu lesen.
    Liebe Grüße,
    Hibi

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