[Rezension] Paula Hawkins - Girl on the Train: Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich

Klappentext: 

Auf alle anderen in diesen Abteil wirke ich völlig normal; ich tue, was sie tun:
zur Arbeit pendeln, Termine machen, Dinge erledigen.

WIE MAN SICH IRREN KANN.

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Erster Satz: "Da liegt ein Kleiderhaufen an den Gleisen."

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Rachel fährt jeden Morgen mit denselben Zug nach London zur Arbeit. Dabei hält er meisten am selben Signal und sie beobachtet zwei Leute, die im Haus Nummer fünfzehn der Straße wohnen. Sie nennt sie "Jess & Jason" und sieht in den beiden das perfekte Pärchen. Bis sie eines Morgens dabei zusehen muss, wie Jess  jemanden küsst, der eindeutig nicht Jason  ist. Zwei Tage später sieht Rachel in der Zeitung ein Bild von der vermissten Megan Hipwell. Es ist Jess...

Meine Meinung

Das Buch brauchte eine ganze Weile, ehe ich dran blieb.

Das lag zum Größenteil daran, das mir Rachel nicht wirklich sympathisch war. Sie ist Alkoholikerin und fast immer nur am trinken. Zur Arbeit fährt sie zwar noch, aber das auch nur als Tarnung, damit ihre Mitbewohnerin nicht bemerkt, das sie keinen Job mehr hat.

Gleichzeitig wird dann die Geschichte von Megan erzählt - die Frau, die verschwindet. Diese Geschichte beginnt etwa ein Jahr vorher. Auch eine Frau mit vielen Problem. U.a. kann sie nicht mit dem glücklich sein, was sie hat, weshalb sie immer wieder in den Armen von anderen Kerlen flüchtet, obwohl ihr Mann Jason ein total Kontrollfreak ist. Also mit Email lesen, ihre Post durchwühlen usw.

So richtig verwirrend wird es, als dann nach 160 Seiten etwa, noch Anna - die neue Frau von Rachels Ex-Ehemann - zu Wort kommt. Alle drei Frauen erzählen aus der Ich-Perspektive. Gegen Perspektivwechsel an sich habe ich nichts einzuwenden, aber nicht drei, mir reichen zwei. Und schon gar nicht von drei Frauen, wo ich weder die eine, noch die andere, geschweige denn die dritte, leiden kann. Mir was es herzlich egal, ob Anna mit Tom glücklich wird oder ob Rachel es schafft, die Finger vom Alkohol zu lassen.

Allerdings ist das Buch schon so geschrieben, das man weiter liest. Mit der Zeit kommt Spannung auf und es spitz sich zu. Halt wie ein ICE: Fährt langsam an und rast dann durch.

Und wer der Täter ist wollte ich dann auch noch wissen bzw. meinen Verdacht bestätigt bekommen. Und ja, mein Verdacht war richtig.

Fazit
Die Charaktere sind keine Sympathieträger, aber die Geschichte nimmt nach der Hälfte an Fahrt auf, so dass ich es doch noch schaffte, das Buch zu Ende zu lesen.

Kann man lesen, muss man aber nicht. Der Hype darum ist - meiner Meinung nach - unbegründet.

Zitat, Seite 260:
"Man wird mir nicht glauben", sage ich matt. "Die Polizei glaubt mir nicht. Ich bin eine unzuverlässige Zeugin."
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Autor: Paula Hawkins | Verlag: blanvalet | ISBN: 978-3-7645-0522-6 | Seiten: 448 | Preis: 12,99€ [D]
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Kommentare:

  1. Huhu =)
    Ich habe schon einige Rezis über das Buch gelesen und in einem sind sie alle gleich: Der Perspektivwechsel stört. Dies ist wahrscheinlich ein Grund, weshalb ich die Finger von dem Buch lasse =)
    Liebe Grüße Jenny

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  2. Hallo Sabrina,

    ich hab gerade vor ein paar Minuten eine mit deinen Eindrücken ziemlich übereinstimmende Rezension gelesen. :D

    Bei dem Buch war ich mir bisher nie so sicher ob ich es lesen will, es gibt so viele gute, aber eben auch die nicht so guten Meinungen.

    Jetzt bin ich aber definitiv davon überzeugt, dass ich besser die Finger davon lasse.

    Grüße :)

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