[Rezension] Chris P. Rolls - Bodycaught

Klappentext: Alecs Traum von Liebe und Zuneigung scheint sich zu erfüllen, als er dem attraktiven Adrian Adson begegnet. Doch schnell wird aus dem erotischen Spiel bitterer Ernst. Gefangen wie ein Tier, ist Alec Adrian hilflos ausgeliefert, bis ein Polizeieinsatz ihn und den Polizisten Mike zusammenführt. Mike muss sich bald fragen, ob seine Gefühle für den jungen Mann mehr als nur Beschützerinstinkte sind. Zudem ist Adrian noch immer auf freiem Fuß ...

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Erster Satz: "Adrenalin ist mein Treibstoff."

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Alec lernt im Gayclub Gaytronic  Adrian Adson kennen. Er geht mit ihm nach Hause, verliert an ihm seine Unschuld und verbringt das Wochenende bei ihm. Als er dann endlich wieder gehen will, lässt Adrian ihn nicht. Er schlägt Alec K.O. und bindet ihn mit Handschellen ans Bett. Nackt, so das er immer über ihn verfügen kann...

Mike führt mit seinen Kollegen eine Razzia bei Adrian Adson durch. Allerdings ist dieser ausgeflogen und außer ein paar Beweisstücke und einigen Unterlagen finden sie nicht viel. Mal abgesehen von Alec, der angebunden am Bett von Mike entdeckt wird...

Meine Meinung

Ich sollte gleich am Anfang erwähnen, das ich das Buch eigentlich nicht lesen wollte. Warum? Weil es 936 Seiten hat. Ja, ein ziemlich dummer Grund, vor allem nicht für mich. Ich mag dicke Bücher, aber da Alec ja gefangen und zum Sex gezwungen wird, war ich mir nicht sicher, ob das vielleicht die Hälfte vom Buch ausmacht und das wollte ich nicht lesen. Aber da ich die Geschichten der Autorin total mag, kam ich irgendwann doch nicht drumherum. Und habe es nicht bereut! Meine Bedenken waren sehr schnell weggewischt. Alecs Gefangenschaft beliefen sich nur auf die ersten sieben Kapitel. Im achten wurde er schon befreit. Gott sie Dank, einmal für ihn und auch für mich beim lesen.

Alec, zwanzig Jahre alt und frisch geoutet, landet nach einem Streit mit seiner Mutter im Club Gaytronic.
Zitat, 2%:
"Zwanzig, schwul, total unerfahren, ein Landei und extrem schüchtern. Frisch geoutet und Derbe reingefallen. Zum ersten Mal in einem Schwulenclub und völlig überfordert mit der ganzen Situation."
Er wollte nur jemanden finden, der ihn liebt, da er diese Liebe nicht mal bei seiner Mutter bekam, die noch nie viel vom ihm hielt und als er ihr sagte, er sei schwul, war er erst recht bei ihr durch. Das finde ich immer schlimm. Man kann doch sein Kind nicht verstoßen, nur weil es Männer leibt? Werde ich nie verstehen.
Nach der Gefangenschaft bei Adrian traut sich Alec kaum noch unter Leute. Mike und auch sein Psychologe helfen ihm, wieder mit dem Leben klar zu kommen.

Mike, Anfang dreißig, läßt Alec bei sich wohnen, da er da in Sicherheit vor Adrian ist. Nur stellt dieser sein Gefühlsleben ziemlich Kopf. Er, der immer Beziehungen mit Frauen hatte und demnach überzeugt davon ist hetero zu sein, fühlt sich auf einmal zu einem Mann hingezogen und verliebt sich in ihn.

Aber auch die Nebencharaktere sind überzeugend und machen das Buch lebendig. Angefangen bei Adrian Adson. Auch wenn das alles nicht schön ist, was er Alec antut, kommt es glaubwürdig rüber.
Oder Tom, mit dem Alec sich anfreundet. Interessanter Charakter. Welcher, obwohl gerade erst fünfzehn Jahre jung, schon sehr viel durchgemacht hat in seinem Leben.

Und das Cover ist toll! Sagt alles aus, was man über das Buch wissen muss. Absolut passend.

Es gab immer Perspektivwechsel beim erzählen, mal wurde die Geschichte ein paar Kapitel lang aus Alecs Sicht erzählt, mal aus Mikes Sicht. So wusste man immer, was in dem anderen gerade vorging. Das einzige was ich da ankreide ist, das es nicht eindeutig gekennzeichnet war. Der Perspektivwechsel kam einfach ohne Ankündigung, so dass es einem manchmal erst beim lesen auffiel, das jetzt der andere erzählt. Das war zwar etwas doof, da auch die Anzahl der Kapitel variierte, wenn wieder gewechselt wurde, aber ich gewöhnte mich dran.

Alles in allem eine rundum gelungene Liebesgeschichte, die einen von der ersten Seite an fesselt, mitreißt, unter die Haut geht und trotz der fast tausend Seiten immer noch viel zu kurz ist. Ein spannendes Buch in dem sehr viel passiert, nie langweilig wird und in einem Showdown endet, der einem atemlos zurück lässt.

Fazit
Spannende Liebesgeschichte. Ganz toll erzählt und eigentlich viel zu kurz. *gg*


Mike und Alec
Bodycaught
Pink X-Mas (pausiert - auf FanFiktion oder BookRix zu finden)

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http://www.amazon.de/Wolkenfisch-oder-Theas-Lisa-Weichart/dp/3942181479/ref=sr_1_1_bnp_1_har?ie=UTF8&qid=1396257627&sr=8-1&keywords=wolkenfisch
Autorin: Chris P. Rolls | ASIN: B00G8IK57Q | Leseprobe | ebook | Seiten: 936 | Preis: 8,49€ [D]
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Kommentare:

  1. Bodycaught war so ein typischer Fall von zu hohen Erwartungen. Ich fand das Buch zwar gut, aber wenn ich Bedenke wie viele Leute es soooooooo hoch in den Himmel gelobt haben.... so toll war es dann auch nicht.

    Das mit den Perspektivenwechseln scheint ein Gay-Phänomen zu sein. Mir ist das schon bei mehreren Büchern dieses Genre aufgefallen, ich kann mich aber nicht erinnern, dass es bei anderen Genre so auffällig ist.

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    1. Dann war es ja gut das meine Erwartungen nicht so hoch waren. *gg* Mir gefiel es echt!

      Und stimmt, das mit dem Perspektivwechsel ist dem Genre sehr häufig. Kenne ich aus anderen Genre auch so gar nicht. Kommt vielleicht mal vor, aber nicht in diesem Ausmaße.

      LG Sabrina

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