[Rezension] Nichola Reilly - Herrscher der Gezeiten

Klappentext: 

Die Erde ist überflutet. Die letzten Überlebenden harren auf einer kleinen Insel aus, deren Ufer mit jeder Flut schmaler werden. Dass sie in dieser Welt unerwünscht ist, spürt Coe jeden Tag. So gut sie kann, erledigt sie ihre erniedrigende Arbeit und setzt sich gegen die anderen Inselbewohner zur Wehr. Heimlich schwärmt sie für den mutigen Tiam, ihren einzigen Freund. 
Dann geschieht es. Der Herrscher der Insel liegt im Sterben und hinterlässt keinen Erben. Ausgerechnet Coe wird ins Schloss eingeladen und erfährt, dass die königliche Familie ein Geheimnis hütet, das alles für immer verändern kann. Gibt es einen Ausweg aus dem Albtraum, in dem sie alle leben? Coe und Tiam müssen sich beeilen, Antworten zu finden, bevor ihre Welt für immer in den Fluten versinkt …

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Erster Satz: "Ich schreibe Wörter in den Sand, um sie nicht zu vergessen."

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Coe führt ein tristes Leben. Nach einer großen Flut ist die Erde fast komplett unter Wasser. Nur auf einer kleiner Insel leben nach knapp 500 Menschen. Aber es werden immer weniger. Ebbe und Flut bestimmen ihr Leben. Wenn die Flut kommt, müssen alle auf eine Plattform und hoffen, das am Ende noch alle da sind. Coe hat Glück, sie zählt noch zu den "Kindern" und steht ziemlich in der Mitte. Vor ihr Fern, 5 Jahre und das letzte Kind (Kinder kriegen ist nicht mehr erlaubt) und hinter ihn Tiam, für den sie schon ewig schwärmt.

Eine König gibt es auch. Der lebt mit der Prinzessin im Schloss, ehemals ein Hotel, und wenn die Flut kommt, verziehen sich sich in einen Turm, der totz Flut noch aus dem Wasser ragt. Doch der König ist krank und da es keine Ärzte mehr gibt bedeutet das, er wird sterben. Nach einer Flut eröffnet Tiam Coe das der König möchte, das er nach ihm regiert. Als Coe dann auch noch zur Prinzessin gerufen wird und diese sie als ihre Zofe haben möchte, fangen die Probleme an...

Meine Meinung

Ein wirklich gute Dystopie!

Am Anfang kam ich nicht so richtig rein. Hatte Schwierigkeiten mir das alles so vorzustellen. Die Welt ist in den Fluten versunken. Es gibt nur noch eine kleine Insel wo Menschen leben können und das auch ziemlich eingeschränkt. Und immer wieder wird alles überflutet. Das wäre kein Leben für mich. Auch von dem menschlichen ist nicht mehr viel vorhanden. Es gibt keine Liebe, keine Freundschafften, nicht wirklich jedenfalls, ein ziemlich trostloses Dasein und auch nicht wirklich lebenswert. Finde ich.

Aber ab dem Moment, wo Coe in den Palast geschleift wurde, fesselte mich das Buch und ich musste einfach weiterlesen.

Was mir mal ausgesprochen gut gefiell (da es selten vorkommt) war, das Coe kein hübsches Mädchen von nebenan ist. Nein, sie hat Narben am ganzen Körper, nur eine Hand und ist dauernd dreckig. Da sie auch für die Toiletten zuständig ist und immer die Scheiße (im wahrsten Sinne des Wortes) wegschaufeln muss, riecht man sie schon immer von weiten und selbst durchs waschen geht der Gestank nicht wirklich weg.

Es gibt natürlich auch noch zwei Jungs (wie fast immer in den Dystopien - Zumindest in denen die ich bis jetzt las.) - Tiam und Finn - die beide ein Auge auf Coe geworfen haben. Einer ist der Gute, einer der Böse, wem kann sie trauen und kann sie ihren Gefühlen überhaupt trauen?

Zum Cover muss ich allerdings sagen, das es zwar ein ziemlicher Hingucker ist und mir auch ausgesprochen gut gefällt - und es auch das erste war, was mir auffiel und weshalb ich den Klappentext lesen musste - aber zum Buch passt es eigentlich so gar nicht. Mal abgesehen vom Wasser. Da ist es alles so wundeschön dargestellt, aber das ist es bei weitem nicht. Eher alles schmutzig, dreckig und Coe kann das dargestellte Mädchen nicht sein. So sieht sie nicht aus. Definitiv nicht!

Und ich hoffe, dass das Buch nicht fortgesetzt wird. Es stand ein "Ende" drunter und so soll es auch sein. Es ist ein gutes Ende. Klar, die Geschichte kann man weiterspinnen, aber man kann auch seiner eigenen Phantasie freien Lauf lassen und überlegen, wie es weiter gehen könnte. Das ist viel schöner. :)

Fazit
Trotz einiger Probleme am Anfang ist es eine wundervolle Dystopie, die, wenn man sich drauf einlässt, einen mitreist und nicht mehr loslässt!

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 Vielen Dank an Mira Verlag und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar.
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Verlag: Darkiss bei Mira | ISBN: 978-3956491061 | Seiten: 352 | Preis: 14,99€ [D]
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Kommentare:

  1. Mir ging es genauso wie dir - ich hatte am Anfang auch Probleme in das Buch bzw. die Geschichte rein zu kommen.

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    1. Gut zu lesen, das es nicht nur mir so ging am Anfang. *gg*

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  2. Hallo und guten Tag,

    zumindest hat die Heldin einen ungewöhnlichen Beruf in dieser Gesellschaft.

    LG..Karin..

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    1. So kann man das natürlich auch sehen... *lach*

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