[Rezension] Martina Frey - Die Tochter eines Arztes

Klappentext: 

Man schreibt das Jahr der badischen Revolution, 1848, als sich die wohlbehütete Arzttochter Eugenia in den Bauernsohn Matthias verliebt. Doch die gesellschaftlichen Unterschiede lassen ihre Liebe unmöglich erscheinen.
 
Matthias verzweifelter Versuch, seine Familie durch Wilderei vor dem Verhungern zu bewahren, führt zur Katastrophe. Als kurz darauf die Revolution losbricht, wird Eugenias Leben von Grund auf erschüttert und neu bestimmt - kann sie ihr Glück doch noch finden?

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Erster Satz: "Der Abend war hereingebrochen, sodass kaum noch Licht durch die hohen Fenster fiel."

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Im Jahre 1847 ist Eugenia Hentschel mit ihrer Familie nach Holzhausen gezogen, weil es ihrer Mutter in Wiesbaden nicht gut ging. Am Anfang fühlt sie sich dort total fehl am Plätze, Wiesbaden, die Gesellschaften, ihre beste Freundin Dorothea usw. fehlen ihr. Nach und nach freundet sie sich mit Louisa, die Nichte des Dorflehrers und mit dem jungen August an. Doch das Stadtleben fehlt ihr immer noch und sie versucht wieder nach Wiesbaden zu kommen, in dem sie ihre gute Manieren vernachlässigt...

Ihr Vater, der Arzt Anton Hentschel, hat auch Probleme u.a. mit seinem ehemalige besten Freund Sebastian Kreutzer der ihn erpresst und Eugenia zur Frau haben möchte. Um das zu verhindern, sucht er heimlich für sie einen Heiratskandidaten und findet ihn in den Witwer Daniel Schütz. Doch Eugenia ist gerade dabei ihr Herz an den Bauernsohn Matthias Hollmann zu verlieren...

Meine Meinung

Nachdem ich im letzten Jahr von Martina Frey "Das Brunnenmädchen"  las und feststellte, das es davor schon eine Geschichte gab - nämlich diese hier - (auch wenn es absolut nicht notwendig ist die beiden nach einander zu lesen, man kann sie auch sehr gut getrennt von einander lesen, da sich nicht aufeinander aufbauen), wollte ich dieses Buch gerne lesen und aus erster Hand erfahren, wie die Liebesgeschichte zwischen Eugenia Hentschel und Matthias  Hollmann zustande kam, die in dem oben genannten Buch nur ganz kurz erwähnt wurde.

Eugenia ist ein typischen Stadtmädchen der damaligen Zeit, die sich an des Leben auf dem Lande so gar nicht gewöhnen kann und immer froh ist, wenn sie wieder nach Wiesbaden auf Besuch darf. Allerdings hat sie auch ihre eigenen Wünsche. Zum Beispiel würde sie gerne dasselbe machen wie ihr Vater: Ärztin werden und Menschen helfen, aber da sie eine Frau ist, ist das undenkbar und sie traut sich auch nicht, das ihren Vater zu sagen. Er würde es eh nicht verstehen. Sie soll einfach nur einen guten Mann abkriegen und verheiratet werden. Ich stell mir die Zeit für eine Frau sehr schwer vor, da man so gar nichts zu sagen hat und einfach nur parieren soll. Wäre so gar nichts für mich. Es war aber sehr schön Eugenias Entwicklung zu sehen, von einer oberflächlichen Dame zu einem Mädchen das selber denkt und handelt.

Matthias dagegen ist arm. Er muss seine Mutter und die Geschwister durchbringen, arbeitet deshalb fiel und die Schule wird vernachlässigt. Er kann kaum lesen, aber interessiert sich sehr für die Politik. Dadurch kommen er und Eugenia sich näher und verbringen Zeit miteinander.

Sehr schön fand ich, das die Liebesbeziehung zwischen Matthias und Eugenia sich erst so nach und nach entwickelte. Am Anfang konnten sich die beiden so gar nicht leiden. Er hält sie für eine hochnäsige Göre und sie ihn für einen Bauerntrampel ohne Manieren. Das ändert sich erst, als Eugenia feststellt, was Matthias alles für seine Familie tut, damit seine Mutter und seine Geschwister satt werden und nicht hungern müssen und für Matthias, als er merkt, das Eugenia auch anderen Menschen hilft. Trotzdem hat ihre Liebe keine Chance, das sie aus unterschiedlichen Welten kommen.

Fazit
Eine Liebesgeschichte, die eigentlich unmöglich ist für die Zeit. Sehr schön!


Band 1: Die Tochter eines Arztes
Band 2: Das Brunnenmädchen

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 Vielen Dank an den Dryas Verlag für das Rezensionsexemplar.
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Autorin: Martina Frey | ISBN: 978-3-940855-42-8 | Seiten: 392 | Preis: 9,50€ [D]
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