[Rezension] Vio Carpone - Schmerzherz

Klappentext: Gretchen ist als Bankangestellte eine Fehlbesetzung, Freunde denkt sie sich sicherheitshalber nur aus, und in die Badewanne ginge sie am liebsten im Bikini. Staubflusen sind ihr ebenso verhasst wie Unordnung. Bei ihr hat alles seinen festen Platz, auch ihre devot-masochistische Veranlagung, die sie vorsichtshalber ganz weit nach hinten drängt.

Bis Lui in ihr Leben tritt – und damit wird nicht nur ihr Internet-Lieblingsporno zu einer müden Farce. Lust und Schmerz bestimmen ihre ungewöhnliche Liebesbeziehung, und Gretchen muss herausfinden, ob es auch funktioniert, wenn man eigentlich lieber geblümte Slips trägt statt schwarzen Latex, ob man den dominanten Partner unbedingt „Meister“ nennen muss, und zu welchem Zeitpunkt man besser nicht anfängt, die Einzelheiten der submissiven Rolle zu diskutieren… Quelle

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Erster Satz: "Mit offenem Mund lauschte ich ihren Worten, und ein bisschen fühlte ich mich wie in einer Fernsehsendung, die man selbst synchronisiert.."

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Gretchen, 21 Jahre jung, arbeitet als Bankangestellte, lebt noch bei ihrer Mutter und hat auch ein paar Ticks zu bieten: überall muss es sauber sein, ein Bananenjoghurt am Tag isst sie nur (niemals eine andere Sorte und auch nie mehr) und eigentlich wollte sie noch weiter daheim wohnen bleiben und ihr Geld für schicke Kleider ausgeben. Doch ihre Mutter möchte, das sie so langsam auszieht. Gretchen bricht erstmal in Panik aus und denkt dass das ein Scherz, doch ihre Mutter meint es ernst.

Gretchen erklärt ihr dann, das sie erstmal eine Selbsthilfegruppe aufsucht und noch etwas Zeit braucht, um sich seelisch und moralisch drauf vorzubereiten auszuziehen. Darüber ist ihre Mutter sehr froh und fragt immer nach, wann sie denn soweit ist. In Wahrheit geht Gretchen aber nur einmal zur einer Therapie und das ist eine Sitzung von der Gruppe der Anonymen Glücksspieler. Dort hofft sie einen reichen Mann kennen zu lernen, doch daraus wird nichts.

Einer unter den anonymen ist Lui. Er bietet ihr eine Wohnung an. Diese ist klein und schäbig, aber Gretchen nimmt sie, in der Hoffnung, ihre Mutter hat mit ihr Erbarmen und lässt sie weiter daheim wohnen. Doch der Plan geht schief: Ihre Mutter hilft ihr sehr gerne beim Umzug. Und schon recht bald verbindet sie mit Lui mehr wie nur ein Vermieter und Mieter Verhältnis...

Meine Meinung

Über die Verlagsseite bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Ich las mir die Leseprobe durch und fand die so klasse, das ich unbedingt weiter lesen musste. Der Verlag war so nett und stellte mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung. Danke! Und ich finde den Anfang immer noch genial und auch so lustig, wie Gretchens Mutter sich da hin stellt, und ihre Tochter mehr oder weniger "rausschmeißt". Klasse! *gg*

Am Anfang war ich schon etwas skeptisch dem Buch gegenüber, da ich Angst hatte, etwas wie Shades of Grey  lesen zu müssen. Hauptsächlich halt weil beide Bücher das Thema BDSM behandeln. Aber die Angst war unbegründet, das Buch ist total anderes. Gut, einige kleine Szenen ähnelten sich, aber das ist in jeden Krimi ja auch so, also nichts dramatisches.

Richtig gut gefiel mir auch, das Lui ein "normaler" Typ ist und nicht unter den 25. Reichsten Männer der Welt rangiert (Shades of Grey, Crossfire). Er zwar ein Kino geerbt - ein Pornokino -, aber sonst ist er ganz normaler Typ.

Gretchen und Lui mochte ich beide total gerne. Sie haben versucht, trotz ihrer manchmal unterschiedlichen Ansichten, zusammen ein Leben zu führen, weil sie sich lieben. Eine zeitlang ging es gut, dann mal wieder nicht. Die Beziehung hat Höhen und Tiefen, mal sind sie zusammen, mal nicht, aber man wünscht sich immer, das die Beiden es schaffen. Sie sind ein wunderschönes Paar und gehören einfach zusammen!

Fazit
Das Buch macht süchtig. Wenn man mit dem Lesen angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören. Wunderschön!

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 Vielen Dank an Cupido Books für das Rezensionsexemplar.
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Verlag: Cupido Books | ISBN: 978-3-944490-03-7 | Seiten: ca. 518 | ebook | Preis: 8,99€ [D]
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Kommentare:

  1. Hmmm, das klingt in der Tat ansprechender als "Shades of Grey"! Das fand ich... naja, ziemlich furchtbar, und ich kann immer nur mit den Augen rollen, dass die Helden in solchen Büchern immer schön UND reich UND megapopulär sind und dabei eine wahnsinnig traumatische Kindheit hatten.

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    1. Hall Mikka,
      das sind Sachen die mich bei diesen Büchern auch immer stören und das war hier so gar nicht. Das war wirklich gut.

      LG Sabrina

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