[Rezension] Kate Morton - Die verlorenen Spuren

Klappentext:

England, Greenacres Farm 1961: 

Während einer Familienfeier am Flussufer beobachtet die junge Laurel, wie ein Fremder das Grundstück betritt und ihre Mutter aufsucht. Kurz darauf ist der idyllische Frieden des Ortes jäh zerstört. Erst fünfzig Jahre später gesteht sich Laurel beim Anblick eines alten Fotos ein, dass sie damals Zeugin eines Verbrechens wurde. Doch was genau geschah an jenem lang zurückliegenden Sommertag?

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Erster Satz: "Das ländliche England, ein Bauernhaus mitten im Nirgendwo, ein Sommertag Anfang der Sechzigerjahre."

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An dem Tag, als Laurels Bruder Gerry zwei Jahre alt wurde, tauchte ein Fremder auf dem Bauernhof Greenacres auf. Die erste Reaktion von ihrer Mutter war: Mit dem Messer zu zu stechen, welches sie gerade in der Hand hielt. (Es war eigentlich dazu gedacht, den Geburtstagskuchen an zu schneiden.) Die Polizei vermutete, das der Mann der Stalker von Suffolk war und somit wurde der Fall schnell zu den Akten gelegt. Doch Laurel weiß, das mehr hinter der Geschichte stecken muss, vielmehr, da der so genannte Stalker ihre Mutter mit ihren Namen ansprach...

Fünfzig Jahre später liegt Laurels Mutter Dorothy im Sterben und Laurel hat das dringende Bedürfnis herauszufinden, was damals 1961 wirklich passiert bzw. warum es passiert war. Diese Geschichte reicht zurück bis in den zweiten Weltkrieg hinein: Dorothy war Gesellschafterin der Lady Gwendolyn, sie traf sich mit einem Fotograf namens Jimmy und war mit Vivien Jenkins, die Frau des berühmten Schriftsteller Henry Jenkins, befreundet...

Meine Meinung

Bei diesem ersten Satz fehlte nur noch "Szene eins, Klappe eins" *gg*  - es fängt an wie ein Theaterstück - sehr passend und mit Sicherheit absichtlich so gewählt. Laurel ist nämlich eine bekannte Schauspielerin und das nicht nur auf der Bühne sondern auch auf der Leinwand. Sie hat sogar einen Oscar bekommen und hin und wieder wird sie auf der Straße erkannt.

Mir hat das Buch sehr, sehr gut gefallen. Nachdem ich von Die fernen Stunden nicht so begeistert war - mir war das auch einfach zu lang - hat hier wieder alles gepasst. Die Familiengeschichte war sehr spannend und interessant. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich einfach wissen wollte, wie die Geschichte um Dorothy, Jimmy und Vivien damals begann und endete.

Wer war Jimmy? Dorothys Papa jedenfalls nicht, der hatte einen anderen Namen.
Und wer war Vivien? So wie es scheint, war sie eine sehr gute Freundin von Dorothy, nur hatte Laurel noch nie von ihr gehört.

Das Buch ist in verschiedenen Teile gegliedert Laurel, Dorothy, Vivien usw. und so nach und nach erfährt man, was sich damals, in den Wirren des zweiten Weltkrieges, zugetragen hat.

Wer Familiengeheimnisse mag, die ohne viel Kitsch auskommen (Es entwickelt sich zum Beispiel keine Liebesbeziehung zwischen Laurel und einen Bibliothekar oder so, während ihrer Nachforschungen. Das fand ich sehr erfrischend.) sollte unbedingt zu diesen Roman greifen.

Fazit
Ein ganz toller Schmöker mit einer wundervolle Familiengeschichte. Sehr zu empfehlen!!

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Zitat, Seite 91
"Für Dorothy. 
 Wahre Freundschaft ist ein Licht im Dunkel - Vivien."
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Vielen Dank an den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar!
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Verlag: Diana | ISBN: 978-3-453-35731-0 | Seiten: 607 | Preis: 9,99€ [D]
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