[Rezension] Ken Scholes - Sündenfall

Klappentext: Als Rudolfo, der Herr der Neun Wälder, eine gewaltige Rauchsäule aufsteigen sieht, erkennt er, dass etwas Schreckliches geschehen ist - und dass die Zeiten des Friedens vorbei sind: Die Metropole Windwir, in der das gesamte Wissen einer längst vergessenen Vergangenheit bewahrt wurde, ist nur noch ein Haufen schwelender Trümmer. Doch inmitten des Ruinenfeldes stoßen Rudolfo und seine Männer auf den geheimnisvollen Metallmann Isaak. Ist der gramerfüllte Isaak der einzige Überlebende der Katastrophe - oder hat er sie womöglich sogar ausgelöst?

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Erster Satz: "Windwir ist eine Stadt aus Papier und Talaren und Stein."

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Windwir, Heimat der Androfranziner, Bewahrer des Wissen einer vergangenen Zeit, wird zerstört. In weiten Teilen der Benannten Lande sieht man die gewaltige Rauchsäule.

Rudolfo, der Herr der Neun Häuser der Neun Wälder - auch Zigeunerkönig genannt -, ruft sofort seine Streunende Armee zusammen und macht sich auf nach Windwir. Er trifft sich mit Sethbert, dem Aufseher der Entrolusischen Stadtstaaten, welcher sich vor seinen Leuten und seiner Gefährtin Jin Li Tam - aber nicht vor Rudolfo - damit brüstete Windwir zerstört zu haben. Nachdem Abend mit Rudolfo wechselt Jin - auf Wunsch ihres Vaters Vlad Li Tam - das Lager und wird Rudolfos Verlobte...

Neb, ein "Waisenjunge" der bei den Androfranziner aufwächst, darf zum ersten Mal mit Bruder Hebda - seinen Vater - die Stadt verlassen. Doch Neb hat wichtige Papiere vergessen. Bruder Hebda macht sich auf sie zu holen und Neb muss mit ansehen, wie Windwir und sein Vater sterben. Er landet bei Sethbert als einziger Augenzeuge der Katastrophe. Als Neb erfährt das Sethbert für den Tod seines Vaters verantwortlich ist, möchte er ihn töten. Doch er wird von dem Fischer Petronus davon abgehalten. Ein Fischer der dreißig Jahre zuvor seinen eigenen Tod vortäuschte und aus Windwir verschwand. Der einzige Papst der Androfranziner, der jemals ermordet wurde...

Meine Meinung

Das Buch hat mir viel Spaß gemacht. Es ist ein High Fantasy Buch, aber gleichzeitig auch anders wie man es sonst kennt und erwartet. Als erstes gibt es hier keine anderen Wesen: Keine Feen, Elfen, Trolls, Orks oder was auch immer. War mal sehr schön. Es gibt nur Menschen. Ob das nun Zigeuner, Sumpfleute oder Androfranziner sind, ist egal, es sind alles bloß Menschen. Das einzige außergewöhnliche sind die Metallmänner. Ein Überbleibsel aus der "alten Zeit".

Im Vordergrund steht die Politik mit vielen, vielen Fragen: Was passiert jetzt nachdem Windwir vernichtet wurde? Wer ist dafür verantwortlich? Wer wird jetzt Papst? Wieviele Androfranziner leben noch? Kann man die Bibliothek zum Teil wieder aufbauen? Und wen ja, wo? Was haben die Metallmänner mit der Verheerung zu tun?
Das mag einige Leser vielleicht abschreckend, manchmal zieht es sich deswegen auch ein bisschen in die Länge, aber es lohnt sich.

Was mich gedanklich nicht loslässt ist, das es jemanden gibt, der im Hintergrund die Fäden zieht, Züge schon Jahrzehnte im voraus plant und auch nicht davor zurückschreckt, seine eigenen Kinder für einen Zug zu opfern, wenn es der Sache dient. Das fand ich erschreckend und faszinierend zugleich das zu lesen.

Das Buch ist absolut lesenswert. Die Fantasy Welt ist wunderbar dargestellt und die Protagonisten sehr gut ausgearbeitet. Ich freue mich auf die Fortsetzung, die hier schon bereit zum lesen liegt.

Fazit
Ein sehr gelungener Auftakt der Trilogie. Fantasy vom feinsten!



Legende von Isaak
Band 1: Sündenfall
Band 2: Lobgesang
Band 3: Hohelied

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Verlag: blanvalet | ISBN: 978-3-442-26672-2 | Seiten: 539 | Preis: 15,00€ [D]
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