[Rezension] Christoph Marzi - Grimm

Klappentext: 

Weich nie vom Wege ab...

So lautet die Mahnung in "Rotkäppchen", jenem Märchen der Brüder Grimm, das Vesper Gold vor vielen Jahren von ihrem Vater erzählt wurde. Doch was diese Worte wirklich bedeuten, erfährt Vesper erst, als an einem stürmischen Herbsttag Wölfe durch die Straßen der Stadt streifen und alle Kinder in einen rätselhaften Schlaf fallen.

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Erster Satz: "Vesper Gold, in deren grün schimmernden Augen sich unverhohlener Trotz zeigte, saß nahezu regungslos auf dem Stuhl im Vorzimmer der Direktorin und wartete darauf, dass ihre Mutter eintraf."

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Vesper ist zu ihrer Mutter nach Hamburg gezogen, nachdem sie in Berlin in der Schule Probleme bekam. Eigentlich sollte es dort besser werden, aber es dauerte nicht lange und Vesper landete auch dort bei der Direktorin.

Sie schwänzt dann die Schule und geht ins Theater, wo sie neben der Schule Geld als Schneiderin verdient. Sie arbeitet dort zusammen mit Greta, eine alleinerziehende Mutter, mit der sie sich sehr gut versteht. So gut, dass sie ihre Tochter Ida aus dem Kindergarten abholt, als diese anrufen und behaupten Ida hätte Läuse. So kann Greta weiter arbeiten.

Als Vesper dann die Nachricht bekommt, das ihr Vater, ein berühmter Regisseur, tot in seine Wohnung in Berlin aufgefunden wurde, ändert sich für sie alles. Sie hat das Gefühl verfolgt zu werden, sieht merkwürdige Gestalten und in einem Museum, wo sie zuletzt mit ihrem Vater war, lernt sie Leander kennen, eine merkwürdigen Jungen in altmodischen Klamotten.

Nach dem Museumsbesuch trifft sie sich mit ihrer Mutter, eine berühmte Opernsängerin- Doch diese benimmt sich total anders wie sonst und Vesper muss feststellen, das ihre Mutter nicht mehr ihre Mutter ist...

Meine Meinung

Ich liebe das Cover!! Dadurch ist es mir das Buch in die Hände gefallen. Und ich liebe Märchen. Ganz besonders dann, wenn diese abgewandelt werden und darin Realität gesucht wird. Und Marzi hat das sehr gut gemacht. Mir gefiel das Buch.

Es gab allerdings einige ziemlich ausschweifende seitenlange Monologe von Vesper, die mich schon etwas nervten, weil sie einfach zu lang waren. Zum Glück war die Schrift sehr groß, so dass man diese recht zügig durchgelesen hatte und auch am Ende auch noch wusste, worum es ging. Aber anstrengend war es trotzdem.

Aber ich mochte Vesper und auch Greta und Ida. Vesper schlägt sich tapfer in einer Welt, in der die bestehende Ordnung auf den Kopf gestellt wird und sich vieles für sie ändert. Ihre Eltern haben sie nicht darauf vorbereitet, wie die Welt wirklich aussieht bzw. was es alles gibt, obwohl sie es wussten! Zusammen mit Leander gibt Vesper ihr Bestes im Kampf gegen das Böse.

+++ ACHTUNG: SPOILERGEFAHR!! +++ ACHTUNG: SPOILERGEFAHR!! +++
+++ Nur lesen, wenn das Buch bekannt ist! +++

Die Geschichte an sich fand ich wirklich gut. Die Mythen wollen wieder zurück in die Welt, doch niemand glaubt mehr an sie. Dank den Brüdern Grimm und ihren Märchen. Sie haben nämlich nicht aufgeschrieben wie es wirklich war, sondern alles so verdreht, das die Menschen aufhörten an die Mythen zu glauben.

Und das Ende fand ich richtig, richtig gut! Sehr passend zum Buch. Aber da will ich jetzt nicht zu viel verraten.

Fazit
Eine sehr schöne Geschichte rund um die Märchen der Brüder Grimm.

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Verlag: Heyne | ISBN: 978-3-453-26661-2 | Seiten: 560 | Preis: 17,99€ [D]
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1 Kommentar:

  1. Deine Rezi macht Lust darauf, es zu lesen. Hatte das Buch schon öfters mal gesehen, aber eigentlich weniger beachtet.

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