[Rezension] Rebecca Martin - Der entschwundene Sommer

Klappentext:

Ein malerisches Hotel, 
eine tiefe Freundschaft, 
ein erschütterndes Unrecht

Mia erbt nach dem Tod ihrer Großmutter ein halb verfallenes, idyllisch an einem See gelegenes Hotel im Taunus. Als sie mehr über die Vergangenheit des einst glanzvollen Hauses erfahren will, begegnet sie dem Iren Séan, der dort ebenfalls nach Antworten sucht. Gemeinsam stoßen sie auf die Geschichte jenes dramatischen Sommers kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, der das Schicksal von vier Menschen für immer veränderte …

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Erster Satz: "Corinna setzte sich abrupt auf und brachte das Boot dadurch bedenklich zum Schaukeln."

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Frankfurt, 1992: Mia lebt zusammen mit ihren Mann Florian und seiner Tochter Neyla im Nordend. Ihr Mann hat eine Firma und sie ist daheim und kümmert sich um das Kind. Dann bekommt sie einen Brief, wo drinsteht das sie eine altes Hotel geerbt hat. Von ihrer Großmutter, die aber nie etwas von ihr wissen wollte....

Taunus, 1912: Es ist Sommer und im Hotel zum Goldenen Schwan werden von Corinna - die Tochter der Küchengehilfin - und Beatrice - die Tochter der Hotelbesitzer - sehnsüchtig die von Thalheim Brüder - Johannes und Ludwig - erwartet. Es ist der letzte Sommer bevor sich alles ändert. Corinna muss danach in die Küche zur Lehre und Johannes soll sich beim Militär melden.

Beim Versteck spielen, verstecken sich die Mädels auf einem Boot, welches aber auf die See getrieben wird, da das Seil, mit dem das Boot am Steg befestigt war, sich gelöst hatte. Beatrice macht sich dann auf um Hilfe zu holen, weil sie schwimmen kann. Corinna bleibt im Boot. Sie kann nicht schwimmen und hat Angst ins Wasser zu gehen. Doch Beatrice wird von ihrer Mutter nur aufs Zimmer geschickt ohne sagen zu können was los ist. Und draußen zieht ein Unwetter auf....

Meine Meinung

Es war mein zweiter Roman der Autorin und mir gefiel er besser wie der erste. Aber ein paar Sachen haben mich gestört.
Ersten: Wenn es interessant wird, wird man immer aus der Szene rausgerissen und man erfährt nur im Nachhinein was war. Aber man erlebt es nicht live mit. Und da sich das durch das ganze Buch zieht, war es auf Dauer etwas frustrierend.

Zweitens: Die Personen sind so gestrickt, wie man es erwartet. Mia ist etwas naiv, Florian der Arsch und Séan der geheimnisvolle Fremde. In dieser Hinsicht gibt es leider kaum Überraschungen in dem Buch. Auch bei der Geschichte die um 1912 beginnt, ist sehr schnell klar, wer wer sein wird.

Trotzdem aber - oder gerade deshalb, ich kann es nicht genau erklären - fand ich das Buch schön - vielleicht weil ich wusste, was mich erwartet? Ich habe es verschlungen und in zwei Tagen durchgelesen.

Am schönsten fand ich die Geschichte, welche 1912 begann. Allein wegen der Zeit in der sie spielt. Traumhaft. Mal abgesehen von den Krieg, der war weniger schön. Ich kann es auch echt nicht nachvollziehen, wie man sich freiwillig als Soldat melden kann und wie man als Elternteil sein Kind dazu drängen kann dies zu tun. Ich hätte meinen Sohn eingesperrt, wenn er auf die Idee gekommen wäre, sich freiwillig zu melden!

Cover und Titel sind wunderschön und passen super zu dem Buch. Und ich glaube, es war nicht mein letztes Werk von der Autorin. Schreiben kann sie, deshalb werde ich sie weiter verfolgen. :)

Fazit
Schöner Familienroman der im Taunus spielt mit Schwerpunkt auf den ersten Weltkrieg.

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Vielen Dank an den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar! 
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Verlag: Diana Verlag | ISBN: 978-3-453-35754-9 | Seiten: 480 | Preis: 9,99€ [D]
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