[Rezension] Peter Huth - Berlin Requiem

Klappentext:

Der Tag, an dem das Ende beginnt ...

Berlin im Oktober: Eine rätselhafte Krankheit ist ausgebrochen. Die Infizierten fallen in ein Koma und erwachen dann wieder - regiert vom rasenden Instinkt zu töten. Die Bevölkerung ist verunsichert: Angeblich sind nur Menschen mit Migrationshintergrund betroffen. Kreuzberg und Neukölln gelten als kontaminiert, der Senat errichtet eine Mauer um das betroffene Gebiet errichtet. In diesen dunklen Stunden erhält der Journalist Robert Truhs einen politisch hochbrisanten Hinweis, der die noch bestehende Ordnung endgültig kippen könnte …

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Erster Satz: "Das Wasser war schwarz vor lauter Ölschlieren."

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In Berlin ist das so genannte Lazarus-Virus ausgebrochen. Es verbreitet sich rasend schnell. Allerdings hauptsächlich bei Menschen mit Migrationshintergrund und nur in den Stadtteilen Kreuzberg und Neukölln. Deshalb wurde darum eine Mauer errichtet und die Menschen die dort drin leben, aufgegeben. Man nennt das Ganze "Kontrollierte Zone". Auf den Wachtürmen drumherum sitzen Polizisten, die alle Menschen - Zombies - in der Zone erschießen, die der Mauer zu nahe kommen.

Die Politiker haben Berlin verlassen und regieren wieder über Bonn. Der Bürgermeister ist noch da, aber nur eine Marionette. Der Senator Olaf Sentheim - vor einem halben Jahr gefallen, wegen Kontroversen Äußerungen - erlebt ein Comeback. Er spricht von einem Türken-Gen und das man die "Deutschen" schützen muss.

Der Journalist Robert Truhs bekommt ein Video in die Hände gespielt, welches beweist, das alles ganz anders ist als wie man denkt. Und die Moderatorin Sarah Samir läuft in die Kontrollierte Zone rüber, um ihren Vater zu suchen...

Meine Meinung

Es gab viele Gründe, warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Allein schon das Cover ist ein Hingucker. Das muss man einfach in die Hand nehmen und den Klappentexte lesen. Geht gar nicht anders!

Die wichtigsten Gründe aber waren folgende: 1. Es spielt in Berlin. 2. Es handelt von Zombies. 
Ich habe schon ein paar Zombiebücher gelesen - ich mag Zombiebücher -, aber leider spielten die immer in den Staaten, deshalb war das Buch für mich ein absolutes MUSS!! Und ich habe es nicht bereut. Es ist großartig!

Mehrere Personen spielen eine Rolle in diesem Buch. Einmal ist da der Journalist Robert Truhs, der mit Sarah Samir und Christian von Posen - der Chef der Sendeanstalt, in der beide arbeiten - seit Teenager Tagen befreundet sind. Sie haben eine gemeinsame Vergangenheit, deren Ausmaße man als Leser aber erst nach und nach erfährt.

Dann gibt es da noch die Politiker, wie zum Beispiel Olaf Sentheim, mit seinen brisanten Äußerungen zum Thema Migranten oder den Bürgermeister von Berlin, der zwar im Roten Rathaus regiert, aber in Wirklichkeit zieht jemand anderes im Hintergrund die Fäden.

Und Hochbrisant ist auch die Mauer, die in Berlin - wo es schonmal eine gab - wieder aufgebaut wurde. Und viele der Protagonisten haben so ihre Erfahrungen mit der ersten Mauer gemacht und es gibt die unterschiedlichsten Meinungen zu der zweiten Berliner Mauer.

Das Buch ist kein einfaches Zombiebuch wie man es sonst bekommt. Dafür spielt viel zu viel Politik mit rein. Aber gerade DAS macht das Buch so lesenswert. Und auch die Zombies sind nicht so, wie man es erwartet.
Es geht einfach darum, wie ein Land in einer Krise reagiert und wie es dadurch entweder fallen kann oder sich behauptet.

Fazit
Ein großartiges Buch mit politischen Hintergrund! Auch für Nicht-Zombie-Leser sehr zu empfehlen, da diese nur ein Detail sind, um diese Geschichte zu erzählen!


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Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!
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Verlag: Heyne | ISBN: 978-3-453-67666-4 | Seiten: 333 | Preis: 12,99€ [D]
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1 Kommentar:

  1. Ich werde es mir auf jeden Fall merken, bin mir nicht ganz sicher, ob der Berlinbezug bei mir so gut ankommt, weil ich ja aus dem Nachbarland bin.

    Gute Rezension!

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