[Rezension] Sebastian Niedlich - Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

Inhalt: "Meine Gabe, den Tod anderer Leute voraussehen zu können, hat schon was. Gibt ein prima Partyspiel. ‚Hey, ich sage euch, wer als Nächstes stirbt!‘ Spaß für die ganze Familie!"

Freunde sind etwas Wunderbares. Und manchmal findet man sie an den ungewöhnlichsten Orten. Martin hätte allerdings darauf verzichten können, am Sterbebett seiner Großmutter die Bekanntschaft des leibhaftigen Todes zu machen. Dieser hat sich eingefunden, um die Seele der alten Dame sicher ins Jenseits zu befördern – und ist begeistert, dass ihn endlich jemand sehen und hören kann. Für ihn steht fest: Martin und er sind dazu bestimmt, beste Freunde zu werden. Schließlich ist er ein echt netter Typ! Und hey: Niemand kann so glaubhaft versichern, dass man weder an Langeweile, noch an einem gebrochenen Herzen sterben kann… 

Im Laufe der Zeit gewöhnt Martin sich daran, dass der Leibhaftige stets bei ihm auftaucht, wenn er es am wenigsten gebrauchen kann. Doch als er eine ganz besondere Frau kennenlernt, muss er sich eine entscheidende Frage stellen: Macht es überhaupt Sinn zu leben, zu lieben und nach dem Glück zu suchen, wenn am Ende doch immer der Tod wartet?     Quelle

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Erster Satz: "Es hat etwas seltsam Beruhigendes zu wissen, das ich in Kürze sterben werde."

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Das Buch beginnt damit, das Martin auf einer Parkbank im Berliner Lustgarten sitzt und auf seinen Tod und gleichzeitig DEN Tod wartet. Bevor es dazu aber kommt, fängt er an uns seine Geschichte zu erzählen.

Das erste Mal sah Martin den Tod 1982, im Alter von sieben Jahre. Martin besucht mit seinen Eltern die Oma im Krankenhaus und als diese mit den Arzt auf dem Krankenhausflur sprechen, stand plötzlich der Tod im Zimmer bei ihm und seiner Oma. Martin konnte ihn sehen und das verblüffte den Tod. Der Tod fing dann an Martin öfter mal zu besuchen und brachte ihm das Schach spielen bei. Tiefgründige Gespräche waren noch nicht drin, da er ja erst sieben war.

Eines Tages, Martin ist inzwischen Teenager und macht die ersten Erfahrungen mit den anderen Geschlecht, taucht Tod - von Martin auch Thanatos genannt -  bei ihm auf und erklärt ihm, das dieser sein Nachfolger werden soll. Martin ist davon überhaupt nicht begeistert. Er möchte nicht die Seelen der Toten einsammeln. Vor allem deshalb nicht, weil er immer versucht, den Tod aus zu tricksen und die Menschen zu retten, die sterben sollen...

Meine Meinung

Als erstes fiel mir das Cover ins Auge. Das ist einfach witzig gestaltet. Und wenn man das Buch gelesen hat, weiß man auch, warum neben den Tod Schmetterlinge, Kescher und eine Bowlingkugel auf dem Cover abgebildet ist. Einfach genial!

Martin, Star Wars-Fan und Kinogänger, musste ich einfach sofort mögen. Er erzählt die Geschichte lustig und mit viel Humor, so das ich mit dem lesen nicht mehr aufhören konnte.

Und Tod ist toll. Einige seiner Fähigkeiten hätte ich auch gerne. Zum Beispiel, sich ganz schnell von einen Ort zu einem anderen zu teleportieren. Dabei würde man viele Nerven sparen - man hätte keinen Stress mehr mit den Öffentlichen Verkehrmittel oder anderen Autofahrern - und gleichzeitig enorm viel Zeit.
Oder das "sich aufspalten": Der Tod sammelt irgendwo Seelen ein, ist aber gleichzeitig noch bei Martin und redet mit ihm. Diese Fähigkeit nutzt Martin auch in seiner Abiprüfung: Sitzt in der Mensa und schreibt seine Prüfung. Aber gleichzeitig ist er in einer Bibliothek und sucht die Antworten für die Prüfung. Eine sehr hilfreiche Fähigkeit. *gg*

Spoiler: Und das  die Seelen der Menschen Schmetterlinge sind ist wunderschön!
Zitat, Kapitel 53: 
"Und Thanatos pfeift `Ob-La-Di, Ob-La-Da´."

Erzählt wird die ganz Geschichte mit vielen Anekdoten aus diversen Filmen sowie Hinweisen auf aktuellen Zeitgeschehen. So weiß man immer wann das Erzählte gerade spielt. Und da ich nur fünf Jahre jünger bin wie Martin, sagte mir alles etwas, was im Buch erwähnt wurde. Das fand ich so richtig klasse. Und allein durch die Geschichte mit den Star Wars Figuren am Anfang, hatte das Buch bei mir schon gewonnen. Ich bin ein riesen Star Wars Fan und Harrison Ford ist seit meinem elften Lebensjahr mein Lieblingsschauspieler. *gg*

Nur mit dem Ende bin ich nicht ganz einverstanden. Ich hätte es mir anderes gewünscht. Wegen mir muss es nicht immer ein Happy End ála Hollywood sein.

Fazit
Ein Buch in dem der Tod allgegenwärtig ist. Herrlich komisch und charmant zugleich!


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 Das Buch ist bei dotbooks erschienen und erwerben kann man es u.a. hier.
Vielen Dank an den Verlag und an Blogg dein Buch, das ich es lesen durfte.

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