[Rezension] Heike Vullriede - Notizen einer Verlorenen

Klappentext:

Im dämmrigen Licht alter Petroleumlampen in einer verlassenen Scheune entdeckt ein Unbekannter die Leiche von Sarah.
Fliegen schwirren um ihren Kopf, der unter der Last eines schweren Ofens - Teil einer bizarren Maschinerie - zerquetscht wurde.
Unter ihrem Körper findet sich ein rotes Notizbuch.
Es enthält Aufzeichnungen der letzten Wochen ihres jungen Lebens:
die Notizen einer Verlorenen ...

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Erster Satz: "Ihr Unterkörper war unversehrt, bis auf die abgeschürften Füße, doch Kopf und Brustkorb ruhten deformiert über ihrer restlichen zierlichen Gestalt."

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Der Klappentext beschreibt den Anfang des Buches, welcher auch gleichzeitig das Ende ist. Dazwischen erfährt man, wie es mit Sarah so weit kam.

Alles fing damit an, das Sarah sich mit ihrem Ex-Freund Jens traf und der sich dann vor ihren Augen von einer Brücke in den Tod stürzte.

Er hinterließ ihr Anweisungen, was sie nach seinem Tode machen sollte. Diese führten sie zu einem Verein namens "Haus der Verlorenen", wo sie Günther und Alex kennen lernt und nach und nach immer tiefer ins Verderben abrutscht...

Meine Meinung

Das Buch ging mir unter die Haut. Die ganze Geschichte, alles was Sarah erlebte und was dann zu ihrem Ende führte, war ziemlich heftig. Man hofft die ganze Zeit auf ein anderes Ende, aber das Ende ist ja schon vorgegeben! Man kennt es und man weiß, auf der letzten Seite wird niemand aus der Kiste springen und rufen "reingelegt".

Die Autorin hat sich ein schwieriges Thema - ein Tabuthema - rausgesucht: Selbstmord. Es geht um Menschen die in den Freitod gehen wollen. Sie treffen sich, tauschen sich darüber aus, machen Pläne über ihren "Abgang" und am Ende... führen sie ihn aus!

Man liest die Geschichte und erlebt das Abrutschen von Sarah hautnah mit. Leidet mit ihr, verzweifelt mit ihr und fragt sich die ganze Zeit: Was hätte ich an ihrer Stelle getan? Wäre ich zur Polizei gegangen? Und wenn ja, hätten die überhaupt was gemacht bzw. WAS hätten sie denn machen sollen?? Wie man es auch dreht und wendet, man kommt zu keiner befriedigenden Lösung.

Cover und Titel:
...passen sehr gut zum Buch.
Das Cover fand ich gleich anziehend. Hätte ich kein Rezensionsexemplar bekommen, wäre es mir allein dadurch in die Hände gefallen, wenn ich es beim stöbern in einer Buchhandlung entdeckt hätte!

Sehr gut dazu ist auch die begleitende Website. Da kann man mehr über Sarahs Vergangenheit erfahren: Haus der Verlorenen
Kann ich nur empfehlen!

Fazit
Eine fesselnde Geschichte, welche man nicht so schnell vergisst. Nichts für zarte Gemüter!
LIEST ES!


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Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!

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