[Rezension] Rebecca Michéle - Schatten über Allerby

Klappentext: Die junge und attraktive Lady Michelle Carter-Jones ist tot, angeblich ist es Selbstmord - und das, obwohl sie wenige Tage zuvor zusammen mit Mabel Clarence eine große Geburtstagsparty für ihren älteren, an den Rollstuhl gefesselten Ehemann geplant hat. Für Mabel steht fest: Allen scheinbaren Beweisen zum Trotz - da kann etwas nicht stimmen!
Als Pflegerin für Lord Carter-Jones getarnt, schleicht sie sich auf dem Herrensitz Allerby House ein und kommt einem schrecklichen Familiengeheimnis auf die Spur, das sie selbst in größte Gefahr bringt.
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Erster Satz: Die zierliche Uhr im Regency-Stil auf dem Kaminsims schlug halb drei, als sich Mabel Clarence den Hut aufsetzte und auf ihrem kurzen Haar zurechtrückte.

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Mabel Clarence trifft sich mit Lady Michelle Carter-Jones. Diese will eine große Geburtstagsparty für ihrem Mann - der bald 60 wird - ausrichten. Als Mabel wenige Tage später bei Lady Carter-Jones anruft, um ihr zu sagen, wie weit die Feier inzwischen organisiert ist, geht Chefinspektor Randolph Warden an das Telefon und sie legt sofort auf. Etwas später erfährt sie, das sich Lady Michelle Carter-Jones das Leben genommen haben soll. Mit Alkohol, Tabletten und zusätzlich hat sie sich noch die Pulsadern aufgeschnitten. Mabel glaubt aber nicht wirklich an einen Selbstmord und nimmt einen Job als Pflegerin für Lord Douglas Carter-Jones, der seit einem Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist, an.

Am Anfang hat sie dann ein paar Leute im Verdacht. Auch findet sie heraus, das Lady Carter-Jones offenbar einen Liebhaber hatte, aber sie findet keinen Beweis dafür, das sie ermordet wurde. Also möchte sie nur noch für eine neue Pflegerin sorgen und dann das Anwesen Allerby verlassen. Doch dann geschieht ein weiterer Mord...

Meine Meinung

Als ich das Buch auspackte, wollte ich nur mal kurz reinlesen, aber ich las mich sofort daran fest. Es ist der dritte Band um Mabel Clarence und den Tierarzt Viktor die immer wieder in Mordfälle verwickelt werden. Obwohl ich die ersten zwei Bände (noch nicht) gelesen habe, hatte ich keine Probleme mit dem Buch gehabt. Man ist sehr schnell in der Geschichte gefangen, lernt die Personen und auch die Umgebung - in der die Geschichte spielt - kennen. Falls man mal  den Überblick verliert, kann man auch am Ende des Buches nachschlagen. Dort gibt es ein kleines Personen- und Ortregister. Dies entdeckte ich zwar erst zum Schluss - als ich mit dem lesen fertig war - finde ich aber eine sehr gute Idee. :)

Mit den Figuren wird man sehr schnell warm. Sie sind gut gezeichnet mit Ecken und Kanten. Mabel schließt man sofort ins Herz. Ich an ihrer Stelle hätte auch nicht geglaubt, das Lady Carter-Jones Selbstmord begannen haben soll und hätte versucht die Wahrheit herauszufinden.
Viktor ist ziemlich verschroben. Als Tierarzt absolut klasse, aber mit Frauen kann er nicht. Nur mit Mabel klappt es, aber sie führt auch "nur" seinen Haushalt. Die beide sind ein tolles Pärchen. Vielleicht wird es irgendwann mehr?

Der Krimi ist spannend geschrieben, ohne viel Blut und Folter. Ein schöner Krimi im besten Miss Marple Stil. Im Buch wird auch darauf hingewiesen, allerdings sieht sich Mabel nicht als Miss Marpel. Mir persönlich kam aber der Vergleich gleich nach den ersten Seiten. Man kann gar nicht anderes, das Wort "Miss Marple" taucht automatisch beim lesen im Kopf auf!

Ich werde die anderen zwei Bücher mit Mabel und Viktor mit Sicherheit nachlesen. Ich möchte die ganze Geschichte wissen, wie Mabel nach Lower Barton und zu Viktor kam. *gg*

Fazit
Ein sehr gut gemachter Krimi in bester Miss Marple Tradition!


Mabel Clarence
Band 1: Die Tote von Higher Barton
Band 2: Der Tod schreibt mit
Band 3: Schatten über Allerby

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 Das Buch ist im Goldfinch Verlag erschienen und erwerben kann man es u.a. hier.
Vielen Dank an den Verlag und an Blogg dein Buch, das ich es lesen durfte.

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